DVD Zwischen Camelot und Wartburg: Ritter Garel in König Artus Tafelrunde

DVD Zwischen Camelot und Wartburg: Ritter Garel in König Artus Tafelrunde

Ritter Garel in König Artus Tafelrunde (DVD)

(Erfurt, tv.art_DVD Camelot-Wartburg). Die Erzählung „Garel vom blühenden Tal“ entstand zwischen 1260 und 1280 im süddeutschen Raum und gehört zur Gruppe der nachklassischen deutschen Artus-Romane. Der Verfasser nennt sich selbst „Pleier“ und ist wahrscheinlich österreichischer Herkunft.

Der Bilderzyklus auf Schloss Runkelstein bei Bozen (Südtirol) besteht aus insgesamt 20 Darstellungen. Drei Szenen sind im 19. Jh. verloren gegangen. Geschildert  werden die Abenteuer des jungen Ritters Garel auf dem Weg  zum Artusritter, der an König Artus Tafelrunde Platz nehmen darf. Das Geschichte bietet aktionsreiche Handlung, aber auch märchenhafte Elemente. So verfolgt Garel die entführte Gemahlin des König Artus und ihre Kidnapper, besiegt den Ritter Gerhard im Lanzenstechen, erhält vom Zwergenkönig Albewin ein unbezwingbares Schwert und einen Ring, der Glück und zwölffache Stärke verleiht und hat mit Riesen zu tun. Schließlich besiegt Ritter Garel in einer gewaltigen Schlacht König Ekunaver, den Erzfeind von König Artus. Am Ende triumphiert der Held und die Gemahlin von König Artus, Ginover, kehrt zurück. Ritter Garel wird nach diesen Taten als Artusritter Garel in die Tafelrunde aufgenommen; ihm gebührt der Ehrenplatz neben König Artus. Zu den Eigenheiten des Romans zählt, dass Verse aus verschiedenen älteren Artus-Romanen kopiert und zu einer neuen Geschichte zusammen geschrieben wurden. Der Runkelsteiner Bilderzyklus zeigt durch seine Bildaufteilung eine gewisse Eigenständigkeit gegenüber der Textvorlage. Die Höhepunkte der Literaturvorlage sind aber durchaus vertreten. Beim Bilderzyklus vom Artusritter Garel handelt es sich um die einzige bekannte Darstellung des Themenstoffes in der Freskomalerei überhaupt. Bemerken sei noch, dass König Artus und die Tafelrunde auf Schloss Runkelstein  nicht in einem Raum, sondern unter einem Baum sitzt.

Die König Artus Tafelrunde.

Die Idee von Runden Tisch (frz. table ronde, engl. round table) wurde erstmals vom anglonormannischen Dichter Robert Wace (um 1150) in die Geschichte von König Artus eingeführt. König Artus habe den runden Tisch erfunden, damit es nicht zu Streitigkeiten um die besten Plätze kam.

Die Teilnehmer an König Artus Tafelrunde

Es entwickelte sich in der Artusepik in den verschiedenen westeuropäischen Literaturen (altfranzösisch, mittelhochdeutsch, mittelenglisch) die Vorstellung von  König Artus Tafelrunde zu einem festen Element der Artussage. Die Zahl ihrer Mitglieder war nicht limitiert (französische Texte des 13. Jh sprechen von 150 bis 366, im mittelenglischen „Brut“ ist von 1600 Rittern die Rede). In der Neuzeit setzte sich eine selektivere Vorstellung durch: John Dryden zufolge zählte die Tafelrunde des König Artus zwölf, nach Sir Walter Scott hingegen sechzehn Ritter. Sie verkörpern vollendet die Ethik der Ritterlichkeit. Die mittelalterliche Literatur kennt folglich keine feste Riege an Mitgliedern der König Artus Tafelrunde. Vielmehr galten immer die „wichtigsten“ und „besten“ Ritter als Mitglieder der König Artus Tafelrunde.

Dazu gehörten in allen Geschichten: Gawain, Lancelot, Parzival, Tristan, Galahad, Keie, Iwein (Yvain), Mordred und Bors. Quelle: Wikipedia, tv.art online journal.

Weitere Info finden Sie unter DVD - Edition Zwischen Camelot und Wartburg 

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